Während zur Ermittlung der KFZ-Versicherungsbeiträge bis dato nur der Fahrzeugtyp relevant war, wird ab dem kommenden Jahr auch das Alter des Fahrers in die Berechnung einfließen, wodurch sich die Beiträge für viele Modelle ändern.
Bisher wurde die Beitragshöhe bei Kfz-Versicherungen ausschließlich von der Typklasse eines Fahrzeugs bestimmt. Diese wird durch den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt und gibt Auskunft über die Unfall- und Schadensbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle.
Laut Berichten von sueddeutsche.de und n-tv.de wird ab 2013 auch das Alter der Versicherten eine Rolle bei der Ermittlung der Typklassen und damit der Beitragsbemessung spielen. Fokussiert werden dabei die als Risikogruppen geltenden sehr jungen und die sehr alten Fahrzeugnutzer, da diese besonders oft an Unfällen beteiligt sind.
Die vom GDV vorgestellten neuen Typklassen bringen dabei Änderungen für viele Fahrzeugtypen, ohne besonders einschneidend zu sein. Circa die Hälfte aller Kfz-Modelle ist betroffen, jedoch geht es bei etwa 91 Prozent nur um eine Herauf- oder Herabstufung von einer Typklasse. Prozentual gesehen müssen etwa 55 Prozent der Fahrzeughalter etwas mehr und 36 Prozent etwas weniger zahlen. Der Kia Sportage 2.0 CRDI (100 kW) beispielsweise macht sowohl in der Kfz-Haftpflicht- wie auch in der Vollkaskoversicherung jeweils drei Klassen gut, während der Opel Astra-J Sportstourer 1.4 T (103 kW) in der Vollkaskoversicherung acht Klassen verliert.
Kritik am neuen System kommt jedoch vom Bund der Versicherten (BdV), der bemängelt, dass alle Fahrzeugführer bestraft würden, die ein bestimmtes Modell fahren, dabei aber nicht zur Gruppe gehörten, welche die Typklasse teuer macht. Der GDV hält die neue Regelung durch die Berücksichtigung des Alters aller Versicherten jedoch für gerechter als bisher.



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