Vor allem beim Kauf eines neuen Autos lohnen sich Preisvergleiche nicht nur deutschlandweit, sondern auch in allen anderen europäischen Ländern. Die Europäische Kommission vergleicht jährlich die Preise vieler Fahrzeuge und zeigt, dass ein genaues Nachrechnen richtig viel Geld sparen kann. Für den Kunden sind dabei vor allem der Nettopreise ohne die Umsatzsteuer und ohne jegliche Zulassungsgebühren entscheidend, da diese im entsprechendem Heimatland jeder zahlen muss.

Hierzulande musste man im Durchschnitt bei vielen Modellen am meisten hinlegen. Ein VW-Passat kostet hierzulande beispielsweise netto 28,1 Prozent mehr als in Griechenland. Ebenso so hoch war der preisliche Unterschied bei dem VW Polo zwischen Deutschland und Slowenien. Für einen Ford Focus muss man hierzulande 27,9 Prozent mehr bezahlen als in Finnland.

Die Preisunterschiede in den europäischen Staaten lagen im Durchschnitt zu Beginn des Jahres bei 8,5 Prozent, innerhalb der EU waren es 6,5 Prozent. Die Preise für Neuwagen sind trotz der schlechten Absatzlage im letzten Jahr in der EU nur leicht gesunken. Obwohl der Endpreis in der EU um 1,1 Prozent zulegte, die Verbraucherpreise jedoch um 1,7 Prozent kletterten, sind die Autopreise EU-weit nur um 0,6 Prozent zurückgegangen.

Die Autobesitzer mussten zwar weniger für die Anschaffung eines Neuwagens bezahlen, bei Reparaturen und Ersatzteilen allerdings mehr hinlegen. Der für Wettbewerb zuständige Vize-Präsident der EU-Kommission, Joaquin Almunia, findet die steigende Kostenentwicklung während der Wirtschaftskrise für sehr bedenklich. Seit Juni dieses Jahres hat die EU-Kommission weitaus strengere Wettbewerbsregeln für Wartungen und Reparaturen vorgeschrieben, womit die Autobauer mehr Wettbewerb durch die zahlreichen freien Werkstätten bekommen.



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