Schon seit 2004 sind Autohändler dazu verpflichtet in der Autowerbung Angaben zu dem Energieverbrauch eines Fahrzeuges zu machen. Diese Angaben beschränkten sich jedoch auf den Kraftstoffverbrauch und den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) in Gramm pro Kilometer.

Am 08.07.2011 stimmte der Bundesrat einer neuen Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung zu, welche ab 01. Oktober 2011 in Kraft tritt. Dies jedoch nur unter dem Vorbehalt, dass in spätestens drei Jahren die Berechnungsgrundlagen überprüft werden.

In Zukunft werden Neuwagen in einer Energieeffizienzskala in Bezug auf ihre CO2-Effizienz eingestuft. Dieser Wert ergibt sich aus Berechnung der CO2-Emission unter Berücksichtigung der Fahrzeugmasse. Die Einstufung in die Werteskala erfolgt nach dem Beispiel, wie es bei Kühlschränken, Lampen und anderen Elektrogeräten gängig ist. Es gibt ein dreifarbiges Schema, dargestellt in Form von Pfeilen. Grün steht für sehr effizient, danach kommt gelb und abschließend rot für wenig effizient. In den einzelnen Farben gibt es noch Abstufungen, dargestellt in Form von Buchstaben von A+ bis G.

Laut Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, sei die CO2-Effizienzskala eine „wichtige Entscheidungshilfe“ beim Kauf von Neuwagenfür die Verbraucher. Das Ministerium für Wirtschaft betont weiterhin, dass mehr „Transparenz bei Effizienzunterschieden und Verbesserungspotenzialen aller Fahrzeugklassen“ geschaffen werden könne.

Die Entscheidung über die neue Verordnung stößt jedoch auf eine Menge Unverständnis. Vor allem Umwelt- und Verkehrsverbände sind gegen die neue Verordnung, da schwerere Autos bevorzugt würden, und somit wiederum der Verbraucher verwirrt werde. Wenn die Masse des Fahrzeuges Berücksichtigt wird, in Verhältnis zu seinem CO2 Ausstoß, so erlangt ein schwereres Auto eine bessere Einstufung als ein leichtes Auto. Auch der ADAC ist der Meinung, dass Verbraucher dadurch eher verunsichert würden. Die Mobilitätsexpertin Wiebke Zimmer betont in einem Interview mit der Zeit, dass es „das Ziel sein sollte leichtere Kraftfahrzeuge zu bauen, da diese weniger Kraftstoff verbrauchen“ und „von der neuen Verordnung eher die Hersteller schwererer Autos profitierten“.



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