Es ist noch gar nicht so lange her, als die Rot-Schwarze Regierung mit der Abwrackprämie eine praktikable Möglichkeit vorgestellt hat, die den Nachfragerückgang nach Neuwagen abmildert. Doch auch wenn vor allem ausländische Hersteller mit Kleinst- und Kompaktwagen punkten konnten, wird nun immer häufiger deutlich, dass mit der Abwrackprämie auch viele negative Faktoren verbunden sind. So haben nicht nur viele Gebrauchtwagenhändler mit Absatzproblemen zu kämpfen, sondern auch Autohäuser, die normalerweise viel Umsatz durch den Verkauf von Gebrauchtwagen erzielen.

Gebrauchtwagen bis 5000 € gibt es kaum noch

Viele Nutznießer der Abwrackprämie haben beim Kauf eines Neuwagens nicht bedacht, dass der Privatverkauf ihres Fahrzeuges eventuell mehr eingebracht hätte, als die Abwrackprämie. Dementsprechend ist es keine Überraschungen, dass im Bereich bis 5000 € kaum noch Fahrzeuge erhältlich sind. Profitieren können Verbraucher lediglich von gesunkenen Ersatzteilpreisen, da viele Schrottplätze bis an ihre Belastungsgrenze gefüllt sind und dementsprechend Ersatzteile zu Schleuderpreisen abgeben.

Nachfrage nach Gebrauchtwagen nachhaltig gesunken

Auf Grund des unerahnten Erfolges der Abwrackprämie ist natürlich auch die Nachfrage nach Gebrauchtwagen stark zurückgegangen, was insbesondere gewerbliche Händler vor existenzielle Probleme stellt. In manchen Regionen ist der Verkauf von Gebrauchtwagen schon fast ausgestorben, da sich keiner der dort ansässigen Händler halten konnte. Ob die Abwrackprämie nun ein Vorbild für ähnliche Handlungsweisen in der Zukunft darstellt, oder als notwendiges Übel wahrgenommen wird, welches ebenso viel kaputt gemacht hat, wie es aufgebaut hat, ist allerdings jedem selbst überlassen.



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