Der deutsche Autobauer Daimler wird bereits ab 2014 mit der Serienfertigung von Brennstoffzellen-Autos beginnen. Der Autokonzern will zusammen mit Linde hierzulande über 20 Wasserstofftankstellen in den nächsten drei Jahren bauen. Daimler hat bislang lediglich 200 Autos mit einem Brennstoffzellenantrieb in einer Kleinserie produziert. Die Investitionen mit dem Industriegashersteller liegen laut dem Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche in zweistelliger Millionenhöhe. Die Zahl der Wasserstofftankstellen wird durch das Gemeinschaftsprojekt hierzulande fast verdoppelt. Neben den Regionen um Hamburg, Berlin und Stuttgart sollen die neuen Tankstellen daneben auch auf einer durchgängigen Ost-West- sowie Nord-Süd-Verbindung installiert werden. Nach Ansicht von Zetsche wird die Elektromobilität durch die Brennstoffzelle einen gewaltigen Schritt nach vorne machen, da sie ein umweltfreundliches Fahren bei kurzen Tankzeiten und hohen Reichweiten ermöglicht.

In den vergangenen Jahren hat der Stuttgarter Autobauer bereits über eine Milliarde Euro in die Technologie der Brennstoffzellen gesteckt. Der Forschungsvorstand von Daimler, Thomas Weber, hat die Regierung dazu aufgefordert, sich bei diesem Thema mehr zu engagieren. Während es über 200 Wasserstofftankstellen weltweit gibt, benötigt man hierzulande für eine flächendeckende Versorgung alleine 1000 Tankstellen. Ende Januar dieses Jahres hat Daimler drei Autos mit einem Brennstoffzellenantrieb auf eine Weltumrundung geschickt, die Mitte letzter Woche wieder nach Stuttgart zurückgekehrt sind. Mit der Aktion wollte der Autobauer für den Aufbau eines weltweiten Netzes werben. Die drei B-Klasse Modelle legten in 125 Tagen eine Distanz von über 30.000 Kilometer zurück und fuhren durch insgesamt 14 Länder. Die Tour wurde zum Anlass des 125. Geburtstag des Automobils gestartet, nachdem Carl Benz sein Patent von einem Auto mit Gasmotorenantrieb Ende Januar 1886 eingereicht hatte.



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