Bei einem Diebstahl kann man über das GPS-System einen Alarm auslösen. Wenn dann die Koordinaten ermittelt wurden, beauftragt man die Polizei mit der Wiederbeschaffung des Fahrzeugs. Vor allem deutsche Premiummarken wie Mercedes, Audi, BMW und Porsche sind bei den Dieben besonders gefragt. Europaweit werden täglich rund 2.700 Fahrzeuge gestohlen, wie die Statistikbehörde Eurostat kürzlich bekannt gab. Die Chancen das gestohlene Auto wieder zu finden sind jedoch äußerst gering, da viele Diebesbanden die Wagen direkt ins Ausland bringen. Die GPS-Ortungssysteme sind diesbezüglich sehr hilfreich und können den Dieben das Handwerk legen. Obwohl die Systeme einen Autodiebstahl nicht direkt verhindern können, senden sie je nach Anbieter allerdings ein Signal an ein Kundencenter, sofern ein Unbefugter die Tür des Autos öffnet oder sich das Fahrzeug außerhalb des festgelegten Bereichs bewegt. Teilweise erwischen die Ordnungshüter den Dieb dann noch hinterm Steuer und können ihn direkt verhaften. Im vergangenen Jahr wurden alleine durch das sogenannte Cobra-System rund 700 Autos wiedergefunden, deren geschätzter Wert bei insgesamt 35 Millionen Euro lag. Viele Automodelle lassen sich mit dem Cobra-System nachrüsten. Der Sportwagenbauer Porsche bietet dieses Ortungssoftware für Neuwagen schon seit dem Jahr 2005 als kostenpflichtiges Extra an. Je nach Modell müssen die Kunden dafür bis zu 300 Euro hinblättern, wobei noch ein Steuergerät für 1.200 Euro hinzukommt. Porsche nennt sein GPS-Ortungssystem Vehicle Tracking System und verlangt für diesen Service natürlich auch laufende Kosten, da die Mitarbeiter schließlich bezahlt werden müssen. Sobald die Batterie oder Antenne abgeklemmt werden oder sich das Auto weiter als 400 Meter von seinem Standpunkt ohne eingeschaltete Zündung entfernt, löst das Ortungssystem automatisch einen Alarm aus.



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