Die Verkehrs- und Umweltverbände haben erneut gegen das CO2-Label für Neuwagen protestiert. Mehrere Experten kritisierten, dass die geplante Effizienzklassen-Einteilung für den Kohlenstoffdioxidausstoß eine Mogelpackung sei und ausschließlich die schweren und großen Fahrzeuge bevorzuge, während die sparsamen und leichten Autos benachteiligt werden. Auch die Umweltverbände NABU und BUND äußerten sich kritisch zu den von der Regierung vorgesehenen Plänen und forderten den Bundesrat auf, dass die Verordnung abgelehnt werden solle. Falls die Länderkammer zustimmen sollte, wird die neue Regelung ab dem 1. Oktober in Kraft treten. Bereits seit Ende des Jahres 2004 ist es hierzulande Pflicht, dass in der Werbung sowie im Autohaus auf den Neuwagen neben dem CO2-Ausstoß auch der Spritverbrauch angegeben werden muss. Allerdings fehlt bislang noch eine Einstufung dieser Angaben innerhalb der Fahrzeugklasse, was sich nun ändern soll. Dazu soll ähnlich wie bei dem Energieverbrauch von Kühlschränken oder Waschmaschinen eine Effizienzklassen-Einteilung eingeführt werden. A+ wäre in dem Fall sehr gut und G extrem schlecht, wobei die jeweiligen Klassen farblich gekennzeichnet sind. A bis C sind grün, während D bis F gelb und E bis G rot markiert sind. Laut dem Regierungsentwurf würde beispielsweise ein Audi Q7 3.0 TDI oder ein Porsche Cayenne Hybrid mit dem guten B-Label davonkommen, während die Kleinwagen Toyota Aygo, Peugeot 107 oder der Citroën C1 mit einem halb so hohen CO2-Ausstoß gerade mal die Note C erhalten würden. Viele Experten kritisieren, dass das Gewicht als Parameter für die Größe des Fahrzeugs gewählt wird, wohingegen die Fahrzeugfläche als Berechnungsgrundlage viel sinnvoller wäre. Diese ist laut den Kritikern nicht so stark beeinflussbar und gibt daneben einen exakten Wert für den Platz und die Größe an, welches ein Auto seinem Nutzer bietet.



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