Kaum ein Autofahrer möchte heutzutage noch auf ein Radio in seinem Wagen verzichten, und wer beruflich mit dem LKW unterwegs ist, der möchte schon gar nicht stundenlang ohne Musik oder Nachrichten oder auch die wichtigen Verkehrsmeldungen auf bundesdeutschen oder internationalen Straßen unterwegs sein. Doch das herkömmliche Autoradio scheint ausgedient zu haben: Was an Funktionen in die Geräte passt, das soll auch installiert werden. Wie das Smartphone die erste Generation der Mobiltelefone abgelöst hat, so machen Autoradios inzwischen Platz für ganze Hifi-Soundsysteme mit der Möglichkeit, CDs abzuspielen, einen GPS-Empfänger zu nutzen, per Bluetooth kabellos Gespräche vom Handy zu führen oder sich per Touchpanel Bilder zu Points of Interests anzeigen zu lassen.

Ein wahrlich innovatives Autoradio hat jetzt die Firma AEG auf den Markt gebracht. Obwohl der deutsche Elektrokonzern vor allem für seine Haushaltsgeräte bekannt ist, muss das Produkt den Vergleich mit Geräten der Konkurrenz wahrlich nicht scheuen. Der Monitor zeigt Bilder mit scharfen Konturen, der USB-Anschluss sorgt für eine problemlose Verbindung zu den auf dem jeweiligen Stick geladenen Informationen, und der Neigungswinkel des Displays kann individuell eingestellt werden. Natürlich aber ist das Autoradio noch immer ein Autoradio. So wurde auch viel Wert darauf gelegt, dass per einfacher Menüführung Einstellungen der Lautstärke und Bassregelung, Dual Mode sowie das Format ID3-Tag und Telefon-Mute vorgenommen werden können. Schließlich kann dank der installierten Freisprechanlage während der Fahrt telefoniert werden, ohne dass voller Befürchtungen nach einer eventuellen Zivilstreife Ausschau gehalten werden muss.

Apropos Obrigkeit: Ein aktuelles Urteil des OLG Sachsen-Anhalts hat der klagenden Partei Recht gegeben: Mag das Autoradio ein noch so innovatives Technikgerät sein – wird bereits die GEZ-Gebühr für ein gemeinsam genutztes TV-Gerät entrichtet, so muss der jeweilige Partner nicht auch noch einen Beitrag für sein Autoradio leisten. Eine mögliche Revision der Gebühreneinzugszentrale wurde allerdings zugelassen.



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