Besonders wegen der ansteigenden Nachfrage aus dem Ausland rechnet der Verband der Automobilindustrie im laufenden Jahr mit weiteren Rekordmarken bei der Produktion sowie dem Export von Fahrzeugen. Der VDA-Präsident Matthias Wissmann ist auch für das zweite Quartal 2011 optimistisch und denkt, dass sich die momentanen Lieferprobleme in Japan nur kurzfristig auswirken werden. Vor allem China bleibt seiner Ansicht nach weltweit weiterhin der Wachstumstreiber und sorgt damit für gute Stimmung bei den Autobauern hierzulande. Alleine in den ersten drei Monaten diesen Jahres verzeichneten die hiesigen Autohersteller einen Zuwachs bei der Produktion auf 1,5 Millionen Fahrzeuge, was einem Plus von acht Prozent entspricht. Der VDA-Präsident rechnet mit einer Inlandsproduktion von über 5,8 Millionen Autos für das laufende Jahr, was einer neuen Rekordmarke entsprechen würde. Der Export stieg in dem ersten Quartal dieses Jahres auf insgesamt 1,6 Millionen Autos um ganze elf Prozent. Für das laufende Jahr dürften laut Wissmann insgesamt rund 4,5 Millionen Fahrzeuge ausgeführt werden, was ebenso ein neuer Höchststand wäre.

Nachdem im letzten Jahr die Nachfrage durch die Umweltprämie gedämpft wurde, zieht mittlerweile auch die Inlandsnachfrage wieder an. So wie es derzeit aussieht, könnten sich die guten Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2011 erhärten und weltweit 66 Millionen Fahrzeuge abgesetzt werden. Besonders die deutschen Autobauer könnten davon profitieren, weil sie laut Wissmann in den entscheidenden Absatzmärkten gegenüber der Konkurrenz klar die Nase vorn haben. Inwieweit die hiesigen Autokonzerne von der momentanen Schieflage der Hersteller in Japan Profit ziehen könnten, will der VDA-Präsident kurz nach der verheerenden Naturkatastrophe nicht mitteilen. Allerdings ist sich Wissmann sicher, dass Japans Autobauer nach einer entsprechenden Übergangszeit auf dem Weltmarkt wieder ganz vorne mitspielen werden. Derzeit muss die Industrie in Japan wegen den zahlreichen Erdbeben sowie der atomaren Krise den Strom rationieren, was natürlich auch die Produktion der dortigen Autokonzerne beeinträchtigt.



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