Der hierzulande größte Autovermieter Sixt plant mit dem Autobauer das Car-Sharing-Konzept „DriveNow“. Das innovative Mobilitätskonzept soll bereits ab April dieses Jahres Berlin und München an den Start gehen, sofern die Kartellbehörden ihr Einverständnis dazu geben. Mittelfristig soll das Konzept auch auf andere große Städte in ganz Europa ausgeweitet werden und auf lange Sicht gesehen planen die beiden Unternehmen auch eine Einführung auf andere Kontinente. Nach jetzigen Vorhersagen könnte „DriveNow“ bis Ende des Jahrzehnts über eine Million Mitglieder weltweit haben. In der bayerischen Metropole München beginnt das Konzept mit rund 300 Minifahrzeugen sowie BMW Einser-Modellen. Mit dieser Flotte ist eine Abdeckung innerhalb des Mittleren Rings sowie der Innenstadt garantiert, sodass die Mitglieder maximal nur 500 Meter zu dem nächsten Auto gehen müssen.

Für Berlin ist zu Beginn eine Fahrzeugflotte von 500 Modellen vorgesehen, wobei daneben auch der Einsatz weiterer Elektroautos geplant sei. Je nach Nachfrage können beide Unternehmen nach eigener Auskunft flexibel handeln und bei Bedarf auch mehr Fahrzeuge in das Car-Sharing-Projekt aufnehmen. Bei sämtlichen Modellen gibt es mindestens vier Sitze mit einer umfangreichen Ausstattung und einem sichtbaren DriveNow-Logo. Laut BMW schließt das neue Konzept die Lücke von dem stark anwachsenden Bedarf an flexiblen Angeboten im Mobilitätsumfeld. Daneben ersetzt DriveNow ineffiziente und alte Autos und reduziert den Verkehr der Parkplatzsuche. Das Projekt DriveNow läuft unter der neuen Submarke „BMW i“ des bayerischen Autoherstellers. Neben dem Gemeinschaftskonzept mit Sixt werden unter der Submarke auch die neuen Elektroautos „i8“ und „i3“ angeboten, welche voraussichtlich im Jahr 2013 auf den Markt kommen.

Bereits im Jahr 2008 hat Sixt erfolgreich den sogenannten „SIXTI Car Club“ ins Leben gerufen und ist deshalb einer der Vorreiter vom Car Sharing überhaupt. Da es keine festgelegten Rückgabe- sowie Annahmestationen gibt, ist „DriveNow“ vollkommen stationsunabhängig und für den Kunden viel interessanter. Diese können sich bequem im Internet oder über ein App nach freien Autos umschauen. Je nach Wunsch kann das Auto dann direkt ohne eine Reservierung benutzt, oder mittels eines Apps über das Smartphone gebucht werden. Da die Fahrzeuge allesamt „keyless“ sind, entfällt der normale Autoschlüssel und der Mietwagen wird mittels eines auf dem Führerschein angebrachten Chips geöffnet, gestartet und wieder verriegelt.



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