In Rheinland Pfalz, Bayern sowie im Saarland führt Aral in Kürze für seine Tankstellenpächter ein neues Provisionsmodell ein. Den rund 250 ausgewählten Pächtern winkt eine höhere Provision, sofern diese für ihren Sprit höhere Preise von den Kunden verlangen. Wenn der Pächter das Benzin beispielsweise zwei Cent teurer verkauft, als Aral eigentlich in dieser Region verlangen würde, erhält er eine doppelt so hohe Provision. Die Provision wird im Gegensatz dazu umso niedriger ausfallen, desto weniger er für den Sprit verlangt. Allerdings betont der Mineralölkonzern im selben Zug, dass das neue Provisionsmodell auf keinen Fall dazu gedacht sei, dass man dem Kunden mehr Geld aus der Tasche ziehen wolle. Laut Aral benötigt der Tankstellenmarkt neue Verträge, um der starken Konkurrenz Paroli bieten zu können. Die Tankstellenpreise hierzulande werden durch den intensiven Wettbewerb im Tankstellenmarkt festgelegt. Aral würde laut eigener Auskunft sofort Kunden verlieren, wenn man keine marktgerechten Preise verlangt. Bislang hat der Mineralölkonzern seine Pächter nach der Menge des Absatzes bezahlt und ist nun gespannt darauf, ob das neue Provisionsmodell vorteilhaft ist. Es kommt nämlich oft vor, dass die Pächter nach einer kurzzeitigen Erhöhung der Preise einen Einbruch beim Absatz um 20 Prozent erleben. Ab September wird der Sprit an den 250 Tankstellen nun teurer als bei der Konkurrenz werden. Es kann natürlich auch sein, dass die Konkurrenz im selben Zug ein ähnliches Modell einführt, womit es schlagartig zu einer Erhöhung der Spritpreise kommt.



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